14 Feb 2010

Was bedeutet nachhaltiges Design?

Die "Charta für nachhaltiges Design" - eine freiwillige Selbstverpflichtung für Designer

Bei der Recherche über nachhaltiges Design bin ich durch schœner.wærs.wenns.schœner.wær auf die „Charta für nachhaltiges Design“ gestoßen. Dabei handelt es sich um eine freiwillige Selbstverpflichtung zu sozial verantwortlichem Design, die von der Allianz deutscher Designer e.V. 2009 initiiert wurde. Sie soll als Grundlage für Designer dienen, ökologisch, sozial verträglich und wirtschaftlich erfolgreich zu arbeiten.

Die Idee direkt beim Design und somit der „Entstehung“ eines Produktes anzusetzen finde ich sehr sinnvoll. Schließlich entscheidet ein Designer maßgeblich darüber, welche Materialien und Ressourcen zum Einsatz kommen. Aussehen und Form bestimmen nicht nur den Materialverbrauch, sondern beeinflussen auch Verpackung, Logistik und Transport. Deswegen ist es umso wichtiger, dass der nachhaltige Umgang mit Ressourcen, Umwelt und Mitmenschen schon beim Entstehungsprozess eines Produktes von Bedeutung ist.

Mit Unterschreiben der Charta sind sich die Designer ihrer sozialen Verantwortung bewusst und sie versichern, dass Nachhaltigkeit bei ihrer Arbeit im Vordergrund steht. Sie streben damit umweltschonende und energiesparende Produktionsweisen an, schränken den Verbrauch natürlicher Ressourcen ein und lehnen Kinderarbeit und gesundheitsgefährdende Arbeitsbedingungen ab.

Ein entscheidender Punkt des Konzepts ist, dass auch Auftraggeber hinsichtlich nachhaltigen Designs und Produktionsweisen beraten werden sollen. Nachhaltiges Design wird deswegen auch als Prozess verstanden, bei dem bestehende Produkte und Prozesse nach und nach verbessert werden.

 Nachhaltiges Design ist 

  • materialeffizient und materialgerecht
  • energieeffizient
  • schadstoffarm
  • abfallarm beziehungsweise abfallvermindernd
  • langlebig
  • recycling- und entsorgungsgerecht
  • logistikgerecht
  • nutzungsgerecht
  • sozial verträglich
  • wirtschaftlich und erfolgreich

Auch die zwei Designerinnen Nicole Bednarzyk und Sylke Rademacher von schœner.wærs.wenns.schœner.wær haben die Charta für nachhaltiges Design unterschrieben und produzieren ihre eigene Produktlinie umweltfreundlich und fair – vom Rohstoff bis zur Verpackung. In ihrem Conceptstore für ökofaires Design in Berlin vertreiben sie zudem Designartikel, die ästhetischen und nachhaltigen Ansprüchen gleichermaßen gerecht werden.